Die unverwüstliche eléctrico
Man erzählt sich, dass es in den über hundert Jahren ihres Betriebes nur einen einzigen tödlichen Unfall gegeben haben soll. Der ist dann vermutlich auf menschenleeren Straßen geschehen, denn wenn sich abends der Verkehr legt und die die Straßen wieder frei werden, dann dreht der ein oder andere Straßenbahnfahrer schon mal richtig auf. So springen die robusten Kolosse aus Eisen denn auch mit gewisser Regelmäßigkeit aus den Schienen. Da es keinen Airbag gibt, bleibt es nicht aus dass Fahrer und Fahrgäste dann ein paar Beulen davontragen.
Sommers wird die fehlende Klimaanlage durch weit geöffnete Fenster und (!) Türen ersetzt, die bei zügiger Fahrt für frischen Wind sorgen. Der Tourist wird verleitet, seinen Ellenbogen lässig über das heruntergeschobene Holzfenster nach draußen zu hängen - etwas, was er spätestens bei Durchquerung der Alfama tunlichst unterlassen sollte. Hier bleibt nämlich oft nur eine Handbreit Platz zu Schaufensterrahmen und Balkonbrüstungen. Auch das ausgestellte Obst der Lebensmittelläden sollte man während der Fahrt nicht anrühren, da man es auf die Schnelle nicht bezahlen kann...
Die Straßenbahn in Lissabon (Startseite)
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