Mindestlohn in Portugal
Das schreiben die Medien:
Sozialistische Partei gegen Anhebung des Mindestlohnes auf 400 EUR
Vitor Ramalho verteidigte gestern die Ablehnung seitens der Sozialisten des Vorschlages der Kommunisten (PCP) für eine sofortige Anhebung des Mindestlohnes auf 400 EUR mit dem Argument, dass es derzeit ermunternde Anzeichen für eine wirtschaftliche Neubelebung gäbe. Den Sozialisten wurde vorgehalten, dass sie, nachdem sie aus der Opposition heraus eine Neufestsetzung des Mindestlohnes gefordert hatten, nun von der Regierungsbank aus lediglich darauf verwiesen, dass die "witschaftliche Entwicklung" das Problem von allein löse.

Blumenverkäuferin in der Rua Augusta im November
Agostinho Lopes aus den Reihen der PCP (Partido Coumunista de Portugal) wies darauf hin, dass der Mindestlohn (SMN) im Kampf für soziale Gerechtigkeit und gegen Armut ein geeignetes Instrument darstelle, um die wirtschaftlichen und sozialen Versäumnisse anzugehen. Der kommunistische Abgeordnete rief in Erinnerung, dass Portugal im Bereich der EU die größte Kluft zwischen Arm und Reich mit 20% reichsten und 20 % ärmsten Bürgern, gemessen an der Gesamtbevölkerung, habe, weswegen eine Erhöhung des Mindeslohnes absolut notwendig sei, gerade auch um der hohen Verschuldung der Haushalte entgegenzutreten. Der Antrag der PCP wurde mit den Gegenstimmen von PS, PSD und CDS/PP abgelehnt.
Diário de Notícias, 15. April 2005
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